February 12, 2026

Was ist POS im Einzelhandel? Die Definition hat sich verändert

Kunde nutzt einen mobilen POS-Touchscreen, um eine Transaktion in einem Convenience-Store abzuschließen und moderne Point-of-Sale-Technologie jenseits der klassischen Kasse zu veranschaulichen.

Noch vor etwas mehr als einem Jahrzehnt war die Antwort auf die Frage „Was ist POS im Einzelhandel?" recht eindeutig. Der Point of Sale (POS) bezeichnete eine feste Kasse, an der Kunden Schlange standen und Zahlungen von einem Mitarbeiter an einem Kassenterminal abgewickelt wurden. Der Einkaufsprozess folgte einem klaren, linearen Ablauf – ein Modell, das heute weitgehend überholt ist.

Der moderne POS im Einzelhandel ist flexibel, dynamisch und zunehmend kundenorientiert. Er bildet die strategische Grundlage dafür, wie Kunden interagieren, einkaufen und sich zwischen Vertriebskanälen bewegen. Verbraucher kaufen heute im Geschäft, online, per App, am Abholpunkt, über Selbstbedienungskassen oder in Pop-up-Stores – häufig in Kombination mit Omnichannel-Prozessen wie Online kaufen, im Geschäft abholen (BOPIS).

Der heutige POS umfasst jede Kundeninteraktion und entwickelt sich zu einem verteilten Ökosystem für Engagement und Zahlung, das Kundenerlebnis, betriebliche Effizienz und Wachstumsstrategien im Einzelhandel maßgeblich beeinflusst.

Mobiler POS: Den Point of Sale zum Kunden bringen

Der mobile POS steht für den Wandel von warteschlangenbasierten Kassen hin zu Transaktionen direkt beim Kunden. Händler können heute an mehreren Punkten der Customer Journey agieren – von der beratungsunterstützten Verkaufsphase bis hin zu Entscheidung und Fulfillment.

Für Entscheider im Einzelhandel bietet diese Entwicklung messbare Vorteile.

  • Sofortige Transaktionen

    Wenn Verkaufspersonal Zahlungen direkt während der Beratung abwickeln kann, entfallen Reibungsverluste. Das ist besonders wichtig, da die Geduld der Verbraucher weiter abnimmt. Laut Waitwhile brechen 40 % der Kunden, die Warteschlangen vermeiden, ihren Kauf ab oder wechseln zu einem Mitbewerber. Zudem ist die Ungeduld beim Warten seit 2023 um 126 % gestiegen.

    Mobiler POS begegnet diesem Risiko für die Kundenbindung, indem unnötige Wartezeiten vollständig entfallen.

  • Daten und Funktionen – überall verfügbar

    Mobile POS-Plattformen geben Mitarbeitern im gesamten Geschäft Zugriff auf unternehmenskritische Funktionen. Sie können Bestände prüfen, Aktionen anwenden, Kunden in Programme aufnehmen und Transaktionen abschließen – auf leistungsfähigen Geräten ohne Verzögerungen.

    Diese Systeme sind sicher, zuverlässig und synchronisieren Daten in Echtzeit mit den zentralen Retail-Management-Systemen.

  • Höhere Kundenzufriedenheit und stärkere Kundenbindung

    Indem Händler ihre Kunden dort bedienen, wo sie sich befinden, wird der Service schneller, persönlicher und effizienter. Das führt zu höherer Zufriedenheit, stärkerer Loyalität und letztlich zu einem besseren ROI.

    Im Kern ermöglicht mobiler POS im Einzelhandel den Aufbau nachhaltiger und relevanter Kundenbeziehungen – und unterstützt so direkt das Umsatzwachstum.

  • Zahlungen als strategischen Hebel nutzen

    Moderne POS-Zahlungstechnologien gehen weit über die reine Transaktionsabwicklung hinaus. Sie geben Einzelhändlern die Flexibilität, Zahlungen als Treiber für Wachstum und operative Effizienz einzusetzen.

    Lösungen wie SoftPOS ermöglichen sichere, kontaktlose Tap-on-Phone-Zahlungen ohne zusätzliche Hardware. Händler können Zahlungsfunktionen skalierbar einführen, sich an neue Store-Formate anpassen und den steigenden Erwartungen der Kunden gerecht werden.

Selbstbedienungskassen: Dem Wunsch nach Autonomie gerecht werden

Selbstbedienung hat das POS-Ökosystem im Einzelhandel grundlegend verändert und Kunden mehr Kontrolle und Komfort verschafft. Die Nachfrage ist eindeutig: Laut Capital One Shopping Research bevorzugen 73 % der Verbraucher Selbstbedienung, 79,3 % nutzen sie regelmäßig und 61,4 % für die meisten oder alle Einkäufe.

Diese Zahlen verdeutlichen einen grundlegenden Wandel der Kundenerwartungen. POS-Systeme müssen heute schnelle, intuitive und komfortable Self-Service-Erlebnisse bieten – ohne Einbußen bei Engagement oder Effizienz.

  • Neue Prioritäten ersetzen soziale Interaktion an der Kasse

    Geschwindigkeit, Komfort, Privatsphäre und Kontrolle sind heute wichtiger als der persönliche Austausch an der Kasse. Laut eMarketer ist dieser Trend besonders bei der Generation Z ausgeprägt, die Selbstbedienung klar bevorzugt.

    POS-Systeme müssen sich diesen Erwartungen anpassen, ohne neue Reibungspunkte zu schaffen.

  • Autonomie bedeutet keinen Verzicht auf ein gutes Kundenerlebnis

    Weniger persönliche Interaktion heißt nicht automatisch ein schlechteres Erlebnis. Moderne Selbstbedienungssysteme setzen auf:

    • Intuitive Touchscreen-Oberflächen für eine einfache Dateneingabe
    • Klar strukturierte Benutzeroberflächen, die Kunden Schritt für Schritt führen
    • Datenbasierte Interaktionen zur Personalisierung von Angeboten und Förderung von Wiederkäufen

    Richtig eingesetzt, erweitert Selbstbedienung den POS weit über die klassische Kasse hinaus.

Interaktive Displays: Digitale Erlebnisse im stationären Handel

Der POS im Einzelhandel verwischt zunehmend die Grenzen zwischen physischem und digitalem Einkaufserlebnis. Händler setzen interaktive Displays ein – darunter Kioske, Videowände, Tische, Monitore und digitale Whiteboards – um immersive, technologiegestützte Erlebnisse im Geschäft zu schaffen.

Laut S&S Insider wird der Markt für interaktive Displays, der 2024 ein Volumen von 48,7 Milliarden US-Dollar erreicht, bis 2032 auf 90,68 Milliarden US-Dollar anwachsen.

In Kombination mit KI und Datenanalyse können interaktive Displays Inhalte ähnlich dynamisch personalisieren wie Online-Plattformen – und gleichzeitig direkte Transaktionen ermöglichen, vom Impuls bis zur Zahlung.

Onlinekäufe: Omnichannel-Erlebnisse optimieren

Die Frage „Was ist POS im Einzelhandel?" lässt sich heute nicht mehr mit einem einzelnen „Point" beantworten. Ein Kauf beginnt und endet selten am gleichen Ort.

Auch wenn rund 16 % der Einzelhandelsumsätze online erfolgen, gewinnt die Abholung im Geschäft zunehmend an Bedeutung. Moderne POS-Systeme unterstützen diese Prozesse, indem sie Mitarbeitern Echtzeit-Transparenz zur Verwaltung, Anpassung und Abwicklung von Omnichannel-Bestellungen bieten – und gleichzeitig zusätzliche Umsatzpotenziale im Geschäft schaffen.

POS-Terminals: Die Kasse neu denken

Auch wenn sich der Handel über die klassische Kasse hinaus entwickelt, bleibt das POS-Terminal ein zentraler Kontaktpunkt. Händler gestalten es zunehmend als Plattform für Engagement, Transparenz und personalisierten Service.

Moderne Terminals verfügen über kundenseitige Displays mit dynamischen Inhalten – von Angeboten bis zu interaktiver Werbung. KI-gestützte Systeme passen diese Inhalte individuell an und schaffen relevante Kaufimpulse. Darüber hinaus unterstützen Terminals alternative Zahlungsarten und integrieren Loyalty-Programme direkt in den Checkout-Prozess.

Führende POS-Lösungen für den Einzelhandel auswählen

Touchscreens stehen im Mittelpunkt moderner POS-Systeme. Elo bietet das umfassendste Portfolio an Retail-Touchscreens für mobilen POS, Selbstbedienung und BOPIS-Szenarien – und ermöglicht Händlern maximale Flexibilität entlang aller Vertriebskanäle.

Ergänzend dazu bietet Elo ein breites Zubehörportfolio, von Kartenlesern bis zu Kameras und biometrischen Sensoren, für sichere, nahtlose und personalisierte Interaktionen. Auf Android basierend, lassen sich mobile, Self-Service- und klassische POS-Terminals in ein einheitliches System integrieren.

Mit Elo als Kern Ihres POS-Ökosystems können Sie alle Zahlungs- und Engagement-Touchpoints effizient steuern – und sowohl betriebliche Leistung als auch Kundenzufriedenheit nachhaltig steigern.