Elo Touch Solutions

Fallstudie

Überblick auf der Intensivstation mittels Touchscreen

Elo TouchSystems ist im Universitätsklinikum Tübingen präsent

Patientenbetten Dokumentationsterminals mit Touchmonitoren von Elo TouchSystems Patientenbetten Dokumentationsterminals mit Touchmonitoren von Elo TouchSystems

Das Universitätsklinikum Tübingen beschreitet einen neuen Weg, um die Dokumentation von Patientendaten möglichst einfach zu gestalten. Hilfsmittel sind hierbei Touchscreens, das heißt berührungssensible Bildschirme mit denen man direkt auf der Scheibe Funktionen des Computers steuern kann. Zielsetzung ist es, für das Krankenhauspersonal Bedienungskomfort sowie schnellen Zugriff auf die notwendigen Informationen zu gewährleisten und gleichzeitig die Eingabe zur Patientendokumentation langfristig zu erleichtern.

Das Krankenhauspersonal muss heute keine dicken Bücher mehr füllen, damit die Fieberkurve jederzeit einsehbar ist. Es geht auch anders. Das beweist die Kinderintensivstation des Universitätsklinikums Tübingen, die an den Patientenbetten Dokumentationsterminals mit Touchmonitoren von Elo TouchSystems eingerichtet hat. Die Geräte sehen aus wie Nachttische, auf denen ein berührungssensitiver Flachbildschirm, der mit AccuTouch Technologie ausgerüstet ist, steht. Einfach und zuverlässig in der Eingabe sowie hygienisch einwandfrei, bewährt sich dieses System nun seit vergangenem Jahr, weil gerade dieser Touchscreen auch scharfen Chemikalien standhält.

"Im vergangenen Frühjahr haben wir 40 Dokumentationsterminals angeschafft", sagt Dr. Wolfgang Bleicher, Projektleiter "CareVue" des Uniklinikums Tübingen. "Wir haben uns für den Entuitive Bildschirm 1525L mit resistiver AccuTouch Fünfdraht-Technologie von Elo TouchSystems entschieden, weil dieser sich aufgrund seines einzigartigen Designs und der strapazierfähigen Oberfläche für unseren anspruchsvollen Einsatzbereich im Krankenhaus am besten eignet", erklärt er.

Der Monitor mit dem innovativen Design wurde für härteste Einsatzbedingungen entwickelt. Die AccuTouch Technologie hat sich bereits jahrzehntelang im medizinischen sowie industriellen Umfeld ebenso wie auf Kassensystemen im Handel bewährt. So kann der Bildschirm beispielsweise auch mit krankenhaus-üblichen Desinfektionsmitteln gereinigt und deshalb ohne Bedenken in Behandlungsräumen, im Operationssaal oder auf der Intensivstation installiert werden, also überall dort, wo Hygiene oberstes Gebot ist.

Durch die widerstandsfähige Polyesteroberfläche und fachgerechte Abdichtung hat sich der Monitor auch im Dauereinsatz trotz häufiger Reinigung bewährt, ohne an Genauigkeit oder Widerstandsfähigkeit zu verlieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Touchscreen Technologien, kann der AccuTouch außerdem mit Handschuhen oder einem Stift bedient werden - ein weiteres wichtiges Kriterium für medizinisch-technische Anwendungen.

Die Behandlungsdokumentation auf der Kinderintensivstation in Tübingen basiert auf der Applikationssoftware "CareVue" von Philips "Die Umstellungsphase haben die Ärzte zunächst kritisch verfolgt", blickt Dr. Wolfgang Bleicher, Projektleiter von "CareVue" der Uniklinik Tübringen zurück.

Dass die Dokumentationsterminals noch nicht flächendeckend in der Klinik eingesetzt werden, habe Finanzierungs- und Organisationsgründe, sagt Dr. Bleicher. Für die beiden Intensivstationen der inneren Medizin sind jedoch schon jetzt 35 weitere Geräte geplant.

"Gerade in einer Intensivstation ist eine sehr hohe Dokumentationsdichte erforderlich", erklärt Dr. Bleicher. Hier fällt im Vergleich zu anderen Stationen ungefähr die zehnfache Datenmenge an. Allein bei der pflegerischen Dokumentation kommen pro Patient und Tag 1 MB zusammen.

Mit Hilfe von CareVue können über den Touchmonitor von Elo TouchSystems nicht nur die Vitalparameter, wie der Herzschlag, die Atemfrequenz, bis zu fünf verschiedene Blutdruckwerte, die Sauerstoffsättigung und der CO2 Gehalt der Atemluft, sondern auch bis zu 600 weitere Laborwerte verwaltet werden.

Für besondere Ereignisse, beispielsweise Operationen, wird festgehalten, welcher Arzt operiert und welche Narkose der Patient erhalten hat. Verschiedene Maschinenparameter, wie die 20 verschiedenen Beatmungswerte, verschaffen dem behandelnden Arzt einen optimalen Überblick. Das Blutgasgerät verwaltet unter anderem den pH-Wert und Sauerstoffgehalt des Blutes.

Das Pflegepersonal protokolliert die täglichen Aktivitäten wie das Waschen oder die Statusermittlung der Pupillen und die Patientenlagerung, aber auch das Absaugen, wenn der Patient verschleimt. "Insgesamt sind es allein hier 50 Parameter", sagt Dr. Bleicher. Die Medikation bleibt natürlich auch nicht außen vor, da beispielsweise pro Patient im Einzelfall bis zu 18 Infusionen und Spritzen verabreicht werden.

Darüber hinaus können jetzt an der neuen Dokumentationsstation bequem Arztbriefe, Pflegeberichte und weitere Textverarbeitungsaufgaben bearbeitet werden. Selbst die Leistungserfassung wird berücksichtigt und auch die Personal- und Raumauslastungsplanung sowie die Qualitätssicherung sind integriert.

"Wir sind sicher, dass nach der Umstellungsphase, die erfahrungsgemäß rund ein Jahr dauert, die Ärzte und das Pflegepersonal mit der neuen Patientendokumentation vertraut umgehen", meint der Projektleiter.

Bildunterschriften

  1. Mit Hilfe eines Touchscreens will das Universitätsklinikum Tübingen die Patientendokumentation auf der Kinderintensivstation erleichtern. Bild: Elo TouchSystems
  2. Sogar Flüssigkeitsspritzer und Reinigungsmittel halten die Touchscreens aus, die das Universitätsklinikum Tübingen auf seiner Kinderintensivstation aufgestellt hat. Mit Hilfe der berührungssensiblen Bildschirme soll die Patientendokumentation erleichtert werden. Bild: Elo TouchSystems